Reglement

Reglement

1. Die Teilnehmer

Im Hauptwettbewerb treten 30, bei den unter 20-Jährigen 16 Slammer*innen gegeneinander an. Der/die Titelverteidiger*in hat jeweils ein automatisches Startrecht. Hat er/sie die Altersgrenze für den U-20-Wettbewerb seit dem Vorjahressieg überschritten, wird er/sie automatisch in den Hauptwettbewerb hochgestuft. Teilnahmeberechtigt sind im U-20-Bereich Poet*innen, die nach dem 01.04.1996 geboren wurden.

Nominierungsberechtigt waren die bayerischen Poetry Slams, die im Kalenderjahr 2016 mindestens viermal stattgefunden haben. Den Zuschlag erhielten jene unter ihnen, die am häufigsten stattgefunden hatten. Die SlamMaster*innen durften ausschließlich in Bayern wohnhafte Slammer*innen nominieren, die zudem für keine weitere Landesmeisterschaft der Saison 2016/2017 gemeldet sind.

Die Startplätze im U-20-Bereich wurden an regelmäßig stattfindende U-20-Slams und Poetry-Slam-Workshopprojekten in Bayern vergeben. Vorrang hatten hier regelmäßige U-20-Slams.

2. Der Modus

Der Hauptwettbewerb wird in drei Halbfinals à zehn Starter*innen ausgetragen. Die drei Punktbesten qualifizieren sind für das Finale. Dort stehen folglich neun Teilnehmer*innen. Diese werden für die Bewertung in Dreier-Gruppen unterteilt. Der/die Punktbeste jeder Gruppe zieht ins Dreier-Stechen ein. Wer dieses für sich entscheidet, ist bayerische(r) Meister*in im Poetry Slam 2017.

Der U-20-Wettbewerb wird in zwei Halbfinals mit je acht Starter*innen ausgetragen. Für das Finale qualifizieren sich jeweils die vier Punktbesten der beiden Halbfinale. Aus den acht Teilnehmer*innen im Finale kommen die drei Punktbesten in das Stechen um den Titel.

3. Zeitlimit

Die Zeitbegrenzung beträgt in allen Runden fünf Minuten. Nach einer Kulanzzeit von 15 Sekunden beginnt eine lauter werdende Musikeinspielung, bei 5:30 wird der Auftritt notfalls abgebrochen. Die Zeitmessung beginnt mit dem Start der Performance. Dieser kann auch nonverbal sein.

4. Textauswahl

Es dürfen ausschließlich selbstverfasste Texte vorgetragen werden. Texte, die bereits bei Landesmeisterschaften (sowohl bisherigen Bayernslams als auch anderen Landesmeisterschaften) vorgetragen wurden, dürfen bei den Bayerischen Meisterschaften 2017 nicht noch einmal performt werden. Die Texte aus den Halbfinals und dem Finale dürfen nicht wiederholt werden. Es werden somit bis zu drei Texte benötigt. Verstöße gegen diese Regeln ziehen die Disqualifikation vom laufenden Wettbewerb nach sich.

Im U-20-Wettbewerb sind für das Stechen lediglich die im Finale vorgetragenen Texte gesperrt. Es werden somit maximal zwei Texte benötigt. Verstöße werden auch hier mit Disqualifikation geahndet.

5. No Props, no Songs!

Kostüme oder Hilfsmittel, die der Unterstützung des Textes dienen, sind nicht erlaubt. Ebenfalls verboten ist die Unterstützung durch Musikinstrumente sowie reine Gesangsstücke oder überwiegend auf Gesang basierende Vorträge. Gesang als Zitat ist dagegen erlaubt, solange der gesprochene Anteil deutlich überwiegt. Sprechgesang/Rap ist erlaubt.

6. Bewertung

Die Bewertung erfolgt in allen Runden durch eine Jury aus unabhängigen Personen, die vor Beginn der Veranstaltung aus dem Publikum ausgewählt werden (fünf in den Halbfinals, sieben im Finale). Die Jury bewertet die Vorträge mit Noten von 0,0 bis 10,0 (ganze Zahlen mit einer Dezimalstelle). Die höchste und die niedrigste Punktzahl werden jeweils aus der Wertung gestrichen.

Im Falle eines Punktegleichstands werden die Streichwertungen mit eingerechnet. Kann auch dadurch keine Entscheidung herbeigeführt werden, entscheidet die höchste gegebene Einzelnote. Für den unwahrscheinlichen Fall eines weiteren Gleichstandes ziehen ins Finale entsprechend weitere Personen ein. Es erfolgt dann keine Dreiergruppenbildung; die drei punktbesten Teilnehmer*innen ziehen ins finale Stechen ein. Sollte es aufgrund von Punktgleichheit (und Punktgleichheit mit Streichwertungen sowie bei der höchsten Wertung) zu einem Stechen aus mehr als drei Slammer*innen kommen, wird auch dieses mit entsprechend mehr Personen durchgeführt. Sollte im Stechen ein Gleichstand auftreten, entscheidet die Jury.